HolzverbindungenNach NamenSchwalbenschwanz Verblattung
[Jetzt drucken!] [Bildschirmansicht / Screen]

Schwalbenschwanz Verblattung

Eine schwierig herzustellende Holzverbindung, die hauptsächlich für Rähm und Schweller benutzt wird. Bei dieser Verbindung ist passgenaues Arbeiten unerlässlich. Die Schwalbenschwanzverbindungen werden in der Fachliteratur oft als nicht empfehlenswert eingestuft, da die Passgenauigkeit durch das Arbeiten des Holzes nachlässt und die Verbindungen dadurch nicht mehr stramm sitzten. In vielen Büchern sind Fotos von Schwalbenschwanzverbindungen zu sehen die kaum noch als Passgenau bezeichnet werden können. Viele der Autoren schreiben, dass es ein Wunder ist das die Verbindungen trotzdem noch halten. Daraus kann man meiner Meinung nach aber auch schließen, dass die Verbindungen zwar wackelig werden aber dennoch recht langlebig sind. Für mich persönlich ist es eine der besten Stoßverbindungen im Schwellerbereich, ich glaube nicht, dass diese Verbindung sich bei genauer Verarbeitung verschiebt, da die Schweller der Länge nach aufliegen und sich halt nicht so leicht verschieben. Ich wende diese Version A im Innenbereich an, da die Hälfte des Balkenquerschnittes als Stirnholz freiliegt. Für Stossverbindungen die nach Außen zeigen benutze ich Version B

Version A

Grafik: Schwalbenschwanz Verblattung(Version A)

Grafik: Schnitt A und B(Version A)

Die Herstellung der Schwalbenschwanz Verblattung Version A ist nicht so schwierig wie etwa der Schwalbenschwanz mit Brust. Die Nut wird hergestellt, indem Schnitt "A" und "B" ausgeführt werden. (Schnitttiefe =0,5 der Balkenstärke) Danach wird die Nut mit Beitel und Klopfholz ausgearbeitet.

Version B

Grafik: Schwalbenschwanz Verblattung(Version B)

Die Herstellung dieser Version ist ein wenig mühsam, da die gesamte Nut nach dem Anzeichnen mit Beitel und Klopfholz ausgearbeitet werden muss.

Beide Versionen

Schnitt"C" wird rechtwinklig zum Balken ausgeführt (Schnitttiefe 0.5 der Balkenstärke)Schnitt "D" wird der Länge nach geschnitten, oder das zu entfernende Material wird mit Beitel und Klopfholz abgespalten.

Grafik: Schnitt C und D

Schnitt "E" und "F" werden 1/4 der Balkenstärke tief eingeschnitten.

Grafik: Schnitt E und F

Schnitt "G" und "H" werden ausgeführt und die Verbindung wird zusammenresetzt.

Grafik: Schnitt G und H