HolzverbindungenNach NamenSchwalbenschwanz Blatt mit Brust
Home
Außenputz
Bauarten
Fundamente
Holzverbindungen
Nach Namen
Eckverkämmungen
Eingesetzte Haken
Gerades Blatt (Stoßverbindung)
Gerades Blatt (Eckverbindung)
Gerades Blatt mit Grat
Gerades Hakenblatt (Stoßverbindung)
Gerades Hakenblatt (T, oder Eckverbindung)
Gerade Überblattung
Gerberblatt (Schräges Blatt)
Kreuzblatt
Schräges Hakenblatt
Schräg eingeschnittenes Blatt
Schräg eingeschnittenes Hakenblatt
Schräge Verblattung
Schwalbenschwanz Blatt mit Brust
Eckverblattung als Schwalbenschwanz
Schwalbenschwanz Verblattung
Zapfen und Zapflöcher
Verborgenes Hakenblatt
Grafische Übersicht
Lehmbau
Schweller
Stichwortverzeichnis
Impressum / Kontakt
Haftungsausschuss

Schwalbenschwanz Blatt mit Brust

Grafik: Schwalbenschwanz Blatt mit Brust

Eine schwer herzustellende Verbindung, die hauptsächlichst Zugkräfte aufnehmen kann. Bei sehr genauer Verarbeitung kann diese Verbindung auch vertikale- und horizontale Biegekräfte aufnehmen. Die Schwalbenschwanzverbindungen werden in der Fachliteratur oft als nicht empfehlenswert eingestuft, da die Passgenauigkeit durch das Arbeiten des Holzes nachlässt und die Verbindungen dadurch nicht mehr stramm sitzten. In vielen Büchern sind Fotos von Schwalbenschwanzverbindungen zu sehen die kaum noch als Passgenau bezeichnet werden können. Viele der Autoren schreiben, dass es ein Wunder ist das die Verbindungen trotzdem noch halten. Daraus kann man meiner Meinung nach aber auch schließen, dass die Verbindungen zwar wackelig werden aber dennoch recht langlebig sind. Das Schwalbenschwanzblatt mit Brust kann fast nur zum Verlängern von Schweller und Rähm benutzt werden und ist deshalb auch nicht eine der wichtigsten Verbindung bei der Fachwerksanierung. Schließlich haben andere Verbindungen, die leichter herzustellen sind oft auch noch einen größeren Nutzen. Trotz allem - eine schöne Verbindung.

Die Herstellung des Schwalbenschwanz Blattes mit Brust ist sehr mühsam, da fast die gesamt Nut mit Beitel und Klopfholz erstellt werden muss. Der Einfachheit halber benenne ich die beiden Teile mal mit A (auf der Zeichnung oben der untere Balken) und B (auf der Zeichnung der obere Balken)

Grafik: Werkstück A

Teil A wird hergestellt, indem man als erstes die Brust anzeichnet und Schnitt C rechtwinklig zum Balken ausführt. (Schnitttiefe 0,5 der Balkenhöhe) Schnitt D wird entweder mit dem Beitel abgespalten oder der Länge nach gesägt. (Schnitttiefe 1/3 der Balkenhöhe)

Die schwalbenschwanzförmige Nut wird angezeichnet. Entweder werden Schnitt E und F mit der Kreissäge eingeschnitten (Schnitttiefe 0,5 der Balkenhöhe) und dann die Nut ausgebeitelt. Oder die gesamte Nut wird ausgebeitelt ohne sie vorher einzuschneiden.

Grafik: Werkstück B

Teil B wird hergestellt indem der Balken auf den Rücken gelegt wird und Schnitt G rechtwinklig zum Balken ausgeführt wird. (Schnitttiefe 0,5 der Balkenstärke) Schnitt H wird entweder mit dem abgespalten oder der Länge nach gesägt.

Der Balken wird wieder richtig herum gelegt und der Schwalbenschwanz wird angezeichnet. Der Schwalbenschwanz wird vorsichtig ausgeschnitten.

Achtung: Sehr genaues arbeiten ist bei dieser Holzverbindung unerlässlich. Diese Verbindung sollte man nur wählen, wenn einiges Handwerkliches Geschick und Erfahrung vorhanden sind. Wenn die Verbindung nicht genau passt, wackelt und löst sie sich sehr leicht

 
Ansicht ändern: Print / Druck · Impressum · Top