HolzverbindungenNach NamenSchräg eingeschnittenes Blatt
Home
Außenputz
Bauarten
Fundamente
Holzverbindungen
Nach Namen
Eckverkämmungen
Eingesetzte Haken
Gerades Blatt (Stoßverbindung)
Gerades Blatt (Eckverbindung)
Gerades Blatt mit Grat
Gerades Hakenblatt (Stoßverbindung)
Gerades Hakenblatt (T, oder Eckverbindung)
Gerade Überblattung
Gerberblatt (Schräges Blatt)
Kreuzblatt
Schräges Hakenblatt
Schräg eingeschnittenes Blatt
Schräg eingeschnittenes Hakenblatt
Schräge Verblattung
Schwalbenschwanz Blatt mit Brust
Eckverblattung als Schwalbenschwanz
Schwalbenschwanz Verblattung
Zapfen und Zapflöcher
Verborgenes Hakenblatt
Grafische Übersicht
Lehmbau
Schweller
Stichwortverzeichnis
Impressum / Kontakt
Haftungsausschuss

Schräg eingeschnittenes Blatt

Das schräg eingeschnittene Blatt ist eine Holzverbindung, die hauptsächlich auf Druck und auf Biegung beansprucht werden kann. Dieses Blatt findet hauptsächlich Verwendung beim Verlängern oder Anflicken von Ständer und Balkenlagen wobei es zum Verlängern von Balkenlagen erheblich bessere Verbindungen gibt.

Siehe auch:

Die Herstellung dieser Verbindung ist ein wenig mühsam, wenn es sich um altes Holz handelt und mit einer Kreissäge gearbeitet wird. Da das alte Holz kaum noch gerade geschweige denn rechtwinklig ist wird die Kreissäge oft haken und die Verbindung wird nicht unbedingt auf Anhieb passen, sondern muss oft nachgearbeitet werden.

Das schräg eingeschnittene Blatt ist aber trotzdem eine Verbindung die beim Restaurieren sehr oft Anwendung findet. Das Blatt ist beim Ständer anflicken qualitativ kaum durch andere Holzverbindungen ersetzbar. Wenn das Blatt richtig angewendet wird fließt eindringendes Wasser durch die 60° Schräge nach Außen ab und ein auf die Art angeflickter Ständer kann wieder genauso stark belastet werden wie ein neuer.

Grafik: Schräg eingeschnittenes Blatt

Die Herstellung des Blattes erfolgt am Besten (trotz der Mühsal) mit einer Kreissäge.

Ich empfehle zuerst den Ständer anzuflicken und erst danach den Zapfen des Ständers zu schneiden und den Ständer Abzulängen. Es empfiehlt sich auch die beiden Bauteile anfangs etwas länger zu lassen, damit die Kreissäge noch genügend Auflage hat.

Die Kreissäge wird auf 60° Gehrung eingestellt. (Bitte die Skala der Kreissäge überprüfen - viele Sägen drücken den Winkel proportional zum 90° Schnitt aus. In diesem Fall wird die Säge auf 30° eingestellt.) Dann wird die Tiefe des Schnittes auf 1/2 des Balkenquerschnittes eingestellt. Dabei ist zu beachten, das die Tiefenskala der Kreissäge bei Gehrungsschnitten nicht stimmt und die tatsächliche Tiefe entweder durch einen Probeschnitt oder durch Nachmessen (rechtwinklig zur Sägeauflage) überprüft werden muss. Das Blatt wird angezeichnet und die beiden Gehrungsschnitte werden bei beiden Bauteilen ausgeführt. Jetzt werden die beiden Teile etwa ein bis zwei cm länger als benötigt grob abgeschnitten. (ruhig mit der Motorsäge) Für den Längsschnitt gibt es eine Unzahl von Möglichkeiten:

  • Man kann ihn mit einer Motorsäge ausführen und mit Beitel oder Stichaxt nacharbeiten.
  • Wer eine Ständer Bandsäge hat kann sich glücklich schätzen.
  • Man kann auch das zu entfernende Material mit einem Beitel abspalten (sehr mühsam)
  • Mit einer Handsäge abschneiden (Empfehlenswert nur für fortgeschrittene Handwerker - ich empfehle Japanische Zugsägen)

usw. das muss jeder nach seinen Möglich- und Fertigkeiten entscheiden.

Die beiden Bauteile werden zusammengesetzt und wenn nötig nachgearbeitet bis sie genau passen. Durch einen Teil der Verbindung werden die Löcher für die Holznägel gebohrt, die Verbindung wird zusammengesetzt und die Löcher werden soweit durchgebohrt, dass in dem noch nicht gebohrten Teil so grade eine Spur hinterlassen wird. Die Löcher werden um 3 -5mm versetzt durchgebohrt (siehe Zeichnung unten) die Verbindung zusammengesetzt und die Holznägel werden eingeschlagen.

Grafik: Versatz der Bohrungen

 
Ansicht ändern: Print / Druck · Impressum · Top